Lüneburger Heide mit dem Wohnmobil – zur Heideblüte unterwegs
Aktualisiert: vor 9 Stunden
Von Lüneburg über Oberhaverbeck und Wilsede bis ins Pietzmoor und nach Celle – mit Heideblüte, Kutschfahrt, Spaziergängen und genügend Zeit für ungeplante Entdeckungen.
Vor der Lüneburger Heide waren wir einige Tage an der Nordsee unterwegs. Unseren Reisebericht dazu findet ihr hier: Nordsee mit dem Wohnmobil – unsere entspannte Reise durch Ostfriesland und Cuxhaven.
Eigentlich war die Lüneburger Heide das große Ziel unserer Reise. Wir wollten schon lange einmal zur Heideblüte hierher – und nach unseren Tagen an der Nordsee war es schließlich so weit.
Unser Weg führte uns zunächst auf den Heidehof Radenbeck, von dort nach Lüneburg und anschließend mitten hinein in die Heidelandschaft rund um Oberhaverbeck und Wilsede. Später ging es weiter nach Schneverdingen und ins Pietzmoor, bevor wir unsere Reise in Celle ausklingen ließen.
Dabei haben wir schnell gemerkt, dass die Heide für uns weniger von einzelnen Sehenswürdigkeiten lebt als von der Landschaft selbst: breite Wege, weite Flächen, blühende Heide, alte Wacholderbüsche und immer wieder Orte, an denen man einfach stehen bleiben möchte.
Eine Kutschfahrt mit Moritz und Gustav, ein ungeplanter Blick hinter die Kulissen in Lüneburg, ein Abendspaziergang durchs Pietzmoor und schließlich 209 Stufen in Celle haben diese Reiseetappe sehr unterschiedlich – und gerade deshalb besonders – gemacht.
Genau solche Reisen mögen wir: nicht möglichst viel schaffen, sondern unterwegs Zeit haben.

Vom Meer in die Heide – unser ungeplanter Start in Radenbeck
Nach unseren Tagen an der Nordsee geht es für uns weiter Richtung Lüneburger Heide. Eigentlich möchten wir möglichst nah an Lüneburg stehen und von dort aus die Stadt besuchen.
Doch wie so oft unterwegs läuft nicht alles exakt nach Plan. Der vorgesehene Stellplatz ist voll – also suchen wir weiter und landen schließlich auf dem Heidehof Radenbeck.
Im ersten Moment ist das nur eine Ausweichlösung. Im Nachhinein passt der Platz aber erstaunlich gut zu uns: ruhig gelegen, viel Grün und deutlich entspannter als ein voller Stadtstellplatz.
Wir richten uns ein, kommen erst einmal an und merken schnell, dass so ein ungeplanter Zwischenstopp manchmal genau das Richtige sein kann.
Nicht jeder Plan B fühlt sich wie eine Notlösung an.
Der Heidehof wird für uns zur ruhigen Basis für den nächsten Tag in Lüneburg.
Unser ungeplanter Zwischenstopp auf dem Heidehof Radenbeck
WoMo60Plus kompakt – Heidehof Radenbeck
Adresse: Am Mausethal 6, 21401 Thomasburg-Radenbeck
Platzart: Campingplatz
Saison: 1. März bis 31. Oktober
Wohnmobil: 7 €
Person ab 13 Jahre: 8 €
Strom: 4 € pauschal
Sanitär: vorhanden
Frischwasser: vorhanden
Waschmaschine/Trockner: vorhanden
Reservierung: möglich und bei großem Wohnmobil sinnvoll
Oskar-Eignung: gut bis sehr gut

Unser Hinweis: Bei der Reservierung die Fahrzeuglänge unbedingt mit angeben. Nicht jede Parzelle ist für ein großes vollintegriertes Wohnmobil gleich gut zu rangieren.
Unser Eindruck: Eigentlich sind wir nur hier gelandet, weil der Stellplatz in Lüneburg voll war. Am Ende hat uns gerade die ruhige Lage sehr gut gefallen.
Lüneburg – Stintmarkt, Alter Kran und ein Blick von oben
Am nächsten Morgen fahren wir vom Heidehof Radenbeck nach Lüneburg. Oskar bleibt auf dem Campingplatz stehen; für den Stadtbesuch sind wir diesmal mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Der Linienbus hält nicht weit vom Campingplatz und bringt uns in 25 Minuten in das Zentrum von Lüneburg.
Lüneburg empfängt uns mit Backstein, alten Giebeln und viel Geschichte. Besonders rund um den Stintmarkt und den alten Hafen gefällt uns die Mischung aus Wasser, historischen Häusern und lebendigem Stadtleben.

Direkt am Hafen steht der Alte Kran, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Wir haben Glück: Er ist an diesem Tag geöffnet und wir können einen Blick ins Innere werfen. Gerade solche ungeplanten Momente bleiben oft länger hängen als Punkte, die vorher fest auf einer Liste standen.
Danach geht es weiter durch die Altstadt. Kopfsteinpflaster, schmale Gassen und immer wieder kleine Plätze sorgen dafür, dass wir deutlich langsamer vorankommen als gedacht – im besten Sinne.
Zum Abschluss möchten wir Lüneburg noch von oben sehen und fahren auf den Wasserturm. Von dort reicht der Blick weit über die Dächer der Altstadt und hinaus ins
Umland.
Lüneburg ist für uns kein Ort zum schnellen Abhaken. Schon ein paar Stunden reichen, um neugierig zu werden – aber eigentlich hätten wir problemlos noch länger bleiben können.
Oberhaverbeck – endlich mitten in der blühenden Heide
Nach unserem Tag in Lüneburg geht es für uns weiter in die eigentliche Lüneburger Heide. Rund 50 Kilometer später erreichen wir Oberhaverbeck und finden dort einen Stellplatz mitten in der Heidelandschaft.

Genau deshalb sind wir zu dieser Jahreszeit hier: Wir wollten die Heide endlich einmal während der Blüte erleben.
Schon am ersten Abend machen wir uns zu Fuß auf den Weg. Viel Programm brauchen wir dafür nicht. Ein Spaziergang durch die Landschaft reicht vollkommen aus, um zu verstehen, warum die Heideblüte so viele Menschen hierherzieht.
Vor uns liegen weite Flächen in Violett, dazwischen Wacholder, einzelne Bäume und sandige Wege. Nach den Tagen an der Nordsee fühlt sich die Landschaft vollkommen anders an – ruhiger, geschlossener und trotzdem weit.
Wir lassen uns Zeit, bleiben immer wieder stehen und genießen einfach den ersten Abend mitten in der Heide.
Manchmal braucht es tatsächlich nicht mehr als einen Weg, etwas Abendlicht und eine Landschaft, auf die man sich lange gefreut hat.
Für den nächsten Tag haben wir bereits etwas Besonderes geplant: eine Kutschfahrt durch die Heide.
WoMo60Plus kompakt – Oberhaverbeck
Lage: direkt am Rand des Naturschutzgebiets Lüneburger Heide
Platzart: Besucherparkplatz mit ausgewiesener Wohnmobilnutzung
Ausgangspunkt: sehr gut für Spaziergänge, Wanderungen und Kutschfahrten
Wilsede: nicht mit dem Wohnmobil erreichbar
Versorgung: aktuelle Ausstattung vor Anreise prüfen
Reservierung: aktuelle Regelung prüfen
Oskar-Eignung: grundsätzlich gut

Unser Hinweis: Oberhaverbeck ist ein idealer Ausgangspunkt für die Heide. Von hier lässt sich das Naturschutzgebiet zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Kutsche entdecken. Wilsede selbst ist autofrei.
Wichtig: Aktuelle Preise und Übernachtungsbedingungen würde ich unmittelbar vor der Reise noch einmal prüfen, da sie nicht überall eindeutig veröffentlicht sind.
Mit Moritz und Gustav durch die Heide – unsere Kutschfahrt nach Wilsede
Am nächsten Tag ist es endlich so weit: Wir fahren mit der Kutsche durch die blühende Heide.
Start ist um 12:30 Uhr in Niederhaverbeck, nur rund zwei Kilometer von unserem Stellplatz entfernt. Wir haben Glück und dürfen vorne auf dem Kutschbock sitzen – direkt neben unserer Kutscherin Katja. Unser Gespann besteht aus zwei Kaltblütern: Moritz und Gustav.

Die beiden würden es offensichtlich lieber gemütlich angehen lassen. Katja sieht das ein wenig anders und bringt sie immer wieder in leichten Trab.
Unsere Tour dauert insgesamt etwa drei Stunden. Dabei legen wir rund 13 Kilometer durch die Heidelandschaft zurück und machen unterwegs eine halbstündige Pause in Wilsede.
Schon die Fahrt selbst ist für uns ein Erlebnis. Vom erhöhten Kutschbock aus wirkt die Landschaft noch einmal anders: weite Heideflächen, Bienenstöcke für den Heidehonig, typische Höfe und immer wieder Ausblicke, bei denen wir einfach nur schauen wollen.
Besonders rund um den Wilseder Berg steht die Heide in voller Blüte. Genau deshalb sind wir hierhergekommen.
Wilsede – eine halbe Stunde ist viel zu kurz
In Wilsede merken wir allerdings schnell, dass unsere Pause viel zu knapp bemessen ist.
Es gibt dort Gastronomie, ein kleines Heidemuseum, einen Naturladen und mehrere typische Heidehöfe. Für uns reicht die Zeit diesmal nur für einen ersten Eindruck.
Unser Fazit steht deshalb schon nach wenigen Minuten fest:
Hier möchten wir noch einmal mit mehr Zeit herkommen.
Nach der Kutschfahrt gönnen wir uns noch einen frischen Heidelbeerkuchen. Danach geht es weiter Richtung Schneverdingen – denn für den Abend haben wir noch etwas vor.
WoMo60Plus-Erlebnis – Kutschfahrt durch die Heide
Start: Niederhaverbeck
Dauer unserer Tour: ca. 3 Stunden
Strecke: ca. 13 km
Zwischenstopp: Wilsede
Charakter: gemütliche Landschaftsfahrt
Schwierigkeit: sehr leicht
60+-Eignung: sehr gut
Reservierung: empfehlenswert
Preis: abhängig von Anbieter und Tour
Unser Erlebnis: Wir hatten das Glück, vorne auf dem Kutschbock bei unserer Kutscherin Katja sitzen zu dürfen. Moritz und Gustav, unsere beiden Kaltblüter, hätten es dabei vermutlich etwas gemütlicher angehen lassen als sie.
Unser Tipp: Wenn ihr Wilsede ausführlicher sehen möchtet, plant einen zusätzlichen Besuch ein. Die halbe Stunde Aufenthalt während unserer Kutschfahrt war uns eindeutig zu kurz.
Pietzmoor – Abendspaziergang auf Bohlenwegen
Nach der Kutschfahrt fahren wir weiter in Richtung Schneverdingen. Gegen 17 Uhr erreichen wir unseren Wohnmobilstellplatz Ziegenblick.
WoMo60Plus kompakt – Stellplatz Ziegenblick
Ort: Schneverdingen
Lage: günstig für einen Besuch des Pietzmoors
Preis: laut aktuellen Stellplatzportalen etwa 15 € pro Nacht
Strom/Wasser: laut Portalen vorhanden
Platzangebot: sehr klein
Reservierung: vorab anfragen
Oskar-Eignung: grundsätzlich gut

Unser Hinweis: Da aktuelle Betreiberinformationen nur eingeschränkt verfügbar sind, würden wir Preis, Ausstattung und Verfügbarkeit unbedingt vor der Anreise direkt bestätigen lassen.
Weil der Tag noch nicht vorbei ist, machen wir uns am Abend noch zu Fuß auf den Weg ins Pietzmoor.

Der Spaziergang führt uns über schmale Pfade und lange Bohlenstege durch die Moorlandschaft. Wasserflächen, abgestorbene Bäume und Spiegelungen sorgen für eine ganz andere Stimmung als die offene Heide am Nachmittag.
Wir laufen in Richtung Gasthof Schäferhof und genießen die Ruhe des Moores. Gerade am Abend wirkt die Landschaft besonders still.
Das Pietzmoor zeigt uns noch einmal eine andere Seite der Lüneburger Heide: weniger weit und offen, dafür geheimnisvoller und fast ein wenig verwunschen.
Ein Abendessen, das in Erinnerung bleibt
Am Schäferhof kehren wir ein und gönnen uns zum Abschluss des Tages Heidschnuckenragout mit Spätzle und ein sehr leckeres Parfait.
Nach Heideblüte, Kutschfahrt und Moor ist das für uns genau der richtige Abschluss.
Mehr Programm brauchen wir an diesem Tag wirklich nicht mehr.
WoMo60Plus-Spaziergang – Pietzmoor bei Schneverdingen
Ort: Schneverdingen
Strecke: ca. 4,5–6,3 km, je nach Variante
Untergrund: unbefestigte Wege und lange Holzbohlenstege
Schwierigkeit: leicht bis moderat
Höhenmeter: gering
60+-Eignung: gut
E-Bike: für die eigentlichen Bohlenwege nicht gedacht
Beste Stimmung für uns: später Nachmittag und Abend
Unser Hinweis: Bei Regen und feuchtem Wetter können die Holzbohlen rutschig sein. Gute, rutschfeste Schuhe sind deshalb sinnvoll.
Unser Erlebnis: Nach Heideblüte und Kutschfahrt war der Abend im Pietzmoor ein schöner Kontrast – stiller, etwas geheimnisvoller und völlig anders als die offene Heidelandschaft.
Celle – Fachwerk, Schloss und 209 Stufen
Vom Pietzmoor fahren wir zu unserem letzten Ziel dieser Reise: Celle.

Wir kommen rechtzeitig an und bekommen noch einen schönen Platz auf dem zentral gelegenen Wohnmobilstellplatz.
WoMo60Plus kompakt – Stellplatz Celle
Adresse: 77er Straße 36, 29221 Celle
Platzart: Wohnmobilstellplatz am Celler Badeland
Preis: 18 € pro 24 Stunden
Strom: 0,70 €/kWh
Frischwasser: 1 € / 80 Liter
Dusche: 1,50 € / 5 Minuten
WC: vorhanden
V/E: vorhanden
WLAN: kostenlos
Waschmaschine/Trockner: vorhanden
Öffnung: ganzjährig
Altstadt: gut zu Fuß erreichbar
Oskar-Eignung: sehr gut

Unser Hinweis: Für uns war die Lage ideal, weil wir Oskar stehen lassen und direkt zu Fuß in die Altstadt gehen konnten.
Von dort ist die Altstadt gut zu Fuß erreichbar.
Schon nach den ersten Metern sind wir ziemlich beeindruckt. Überall stehen liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, eines älter als das andere. Celle wirkt auf uns wie ein einziges großes Fachwerk-Ensemble.
das älteste Fachwerkhaus in Celle
Unser Weg führt uns durch die Altstadt zur Stadtkirche St. Marien. Dort bekommen wir den Tipp, auf den Kirchturm zu steigen.
Was uns allerdings niemand vorher sagt: Bis nach oben sind es 209 Stufen.
Und die Wendeltreppe ist wirklich nichts für Menschen mit Höhenangst.
Wir nehmen die Herausforderung trotzdem an. Oben angekommen, werden wir mit einem großartigen Blick über Celle belohnt. Die Mühe hat sich definitiv gelohnt.
Wieder unten, gönnen wir uns erst einmal ein Eis.
Schloss Celle und sprechende Laternen
Auf dem Rückweg Richtung Oskar kommen wir noch an den sprechenden Laternen vorbei und anschließend am Celler Schloss.
Das Schloss gehört zu den prägenden Bauwerken der Stadt und macht den Abschluss unseres Rundgangs noch einmal besonders.
Auch hier merken wir schnell: Für Celle reicht ein halber oder dreiviertel Tag eigentlich nicht aus.
Wir haben vieles gesehen – aber längst nicht alles.
WoMo60Plus-Spaziergang – Celle Altstadt
Charakter: historischer Stadtspaziergang
Untergrund: überwiegend Pflaster und Stadtwege
Schwierigkeit: leicht, mit Ausnahme des Kirchturms
Kirchturm: 209 Stufen, enge Wendeltreppe
60+-Eignung: Altstadt sehr gut, Turm nur bei guter Trittsicherheit und ohne Höhenangst
Unser Tipp: Für Celle lieber mehr Zeit einplanen – wir hätten problemlos noch länger bleiben können.
Und genau deshalb steht auch hier am Ende wieder derselbe Gedanke:
Wir müssen noch einmal wiederkommen.
Was wir diesmal nicht geschafft haben
Auch auf dieser Etappe ist längst nicht alles in den Reiseplan gepasst.
In Lüneburg hätten wir gerne noch das Salzmuseum besucht und uns genauer mit den durch den Salzabbau abgesackten Häusern beschäftigt. Dafür hat die Zeit diesmal nicht gereicht. Schon dort war für uns klar: Wir möchten wiederkommen.
Auch Wilsede haben wir während der Kutschfahrt nur kurz kennengelernt. Die halbe Stunde Aufenthalt war gerade lang genug für einen ersten Eindruck – mehr aber auch nicht. Gerade weil uns der Ort gefallen hat, möchten wir ihn bei einer späteren Reise noch einmal mit deutlich mehr Zeit besuchen.
Und selbst in Celle haben wir nur einen Teil gesehen. Die Altstadt, die Stadtkirche, das Schloss und die sprechenden Laternen haben uns neugierig gemacht, aber auch dort wäre problemlos noch mehr Zeit sinnvoll gewesen.
Früher hätten wir vielleicht versucht, all das noch irgendwie in den Tag zu pressen.
Heute sehen wir es entspannter.
Was wir nicht schaffen, bleibt eben ein guter Grund zum Wiederkommen.
Unser WoMo60Plus-Fazit
Die Lüneburger Heide war das eigentliche Ziel dieser Reise – und sie hat genau das eingelöst, worauf wir uns gefreut hatten.
Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die blühenden Heideflächen rund um Oberhaverbeck, die Kutschfahrt mit Moritz und Gustav, der kurze Aufenthalt in Wilsede und der Abendspaziergang durch das Pietzmoor.
Gleichzeitig war es gerade die Mischung, die diese Etappe für uns besonders gemacht hat: erst die historische Altstadt von Lüneburg, dann die weite Heidelandschaft, später das stille Moor und zum Abschluss das Fachwerk in Celle.
Auch unsere Stellplatzsuche hat wieder gezeigt, dass ein ungeplanter Umweg nicht automatisch etwas Schlechtes sein muss. Der volle Stellplatz in Lüneburg führte uns zum ruhigen Heidehof Radenbeck – und damit zu einem Platz, den wir sonst vermutlich gar nicht kennengelernt hätten.
Für uns war diese Reiseetappe deshalb weniger eine Liste von Sehenswürdigkeiten als eine Abfolge sehr unterschiedlicher Erlebnisse.
Heideblüte, Kutschfahrt, Moor, Fachwerk und immer wieder Zeit zum Schauen – genau so möchten wir unterwegs sein.
Entspannt reisen. Mehr erleben.

FAQ – Lüneburger Heide mit dem Wohnmobil
Wann ist die beste Zeit für die Heideblüte in der Lüneburger Heide?
Die Hauptblüte der Besenheide liegt meist im August und reicht oft bis in den frühen September. Wir waren Ende August unterwegs und konnten die Heide rund um Oberhaverbeck und Wilsede in voller Blüte erleben. Der genaue Zeitpunkt hängt allerdings vom Wetter des jeweiligen Jahres ab.
Wo kann man mit dem Wohnmobil gut in der Lüneburger Heide stehen?
Für unsere Reise haben sich mehrere Plätze bewährt. Wir standen unter anderem auf dem Heidehof Radenbeck, in Oberhaverbeck, in Schneverdingen und später in Celle. Für ein großes Wohnmobil wie unseren Rapido M96 achten wir besonders auf Rangiermöglichkeiten, ausreichend Platz und eine unkomplizierte Zufahrt.
Kann man Wilsede mit dem Wohnmobil anfahren?
Nein. Wilsede liegt im autofreien Naturschutzgebiet und ist nicht mit dem Wohnmobil erreichbar. Der Ort lässt sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einer Pferdekutsche erreichen. Wir haben Wilsede während unserer Kutschfahrt ab Niederhaverbeck besucht.
Lohnt sich eine Kutschfahrt durch die Lüneburger Heide?
Für uns eindeutig ja. Unsere Kutschfahrt ab Niederhaverbeck dauerte rund drei Stunden und führte uns durch die blühende Heidelandschaft bis nach Wilsede. Gerade wenn man die Landschaft entspannt erleben möchte, ist eine Kutschfahrt eine sehr angenehme Möglichkeit.
Ist das Pietzmoor für Reisende 60+ geeignet?
Grundsätzlich ja. Die Wege sind weitgehend flach und technisch nicht schwierig. Typisch sind jedoch längere Holzbohlenstege, die bei Nässe rutschig sein können. Gute Schuhe und etwas Trittsicherheit sind deshalb sinnvoll. Je nach gewählter Runde sollte man mit ungefähr 4,5 bis 6,3 Kilometern rechnen.
Wie viele Tage sollte man für Lüneburg und die Lüneburger Heide einplanen?
Für eine entspannte Reise würden wir mindestens vier bis fünf Tage empfehlen. Damit bleibt genügend Zeit für Lüneburg, Oberhaverbeck und Wilsede, eine Kutschfahrt, Schneverdingen mit Pietzmoor und – wenn es in die Route passt – einen Abschluss in Celle. Wer gerne wandert oder Rad fährt, kann problemlos länger bleiben.
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